Das Gepäck gut verstaut, so startete ich bei bedecktem Himmel zu meiner Nordkap-Tour. Es ging über Hepstedt, Glinstedt nach Bremervörde. In Augustendorf die erste Überraschung. Obwohl erst 20 km gefahren, wurde mir übel und schwarz vor Augen. Ich machte eine Pause und zog mir die „atmungsaktive" Wetterjacke aus. Da sah ich auch schon den Grund meiner schlechten Verfassung. Die als atmungsaktiv gekaufte Jacke stellte sich als einfache Gummijacke heraus. Ich war total schweißgebadet. Das Wasser lief buchstäblich aus den Ärmeln. Ich hatte wohl einen Hitzestau bekommen.
Nach dem notwendig gewordenen Kleidungswechsel ging es ohne Jacke weiter nach Wischhafen. Kaum hatte ich die Fähre betreten, kam ein Regenschauer herunter, wie er besser nicht sein konnte. Wieder wurde ich völlig naß, da es keinen Unterstand für einen Radfahrer auf der Fähre gab. So ging es dann in den nassen Klamotten weiter nach Itzehoe, wo ich gegen 16:00 Uhr die Jugendherberge erreichte. Ich bekam ein Einzelzimmer. Mit mir waren noch zwei Schulklassen anwesend, die sehr laut waren. Doch gegen 23:00 Uhr wurden auch die müde, und ich hatte eine ruhige Nacht.